HANNOVER MESSE 2015: Wir waren simply connected

Auch dieses Jahr kam der Termin für die HANNOVER MESSE mit großen Schritten näher. Als Partner von SAP haben wir am Gemeinschaftsstand ausgestellt. Dort konnten wir präsentieren, was wir im Zusammenspiel mit SAP-Software leisten können. Das Thema in diesem Jahr war: Simply Connected. Natürlich im Zusammenspiel mit dem derzeit allgegenwärtigen Schlagwort Industrie 4.0.

Für den diesjährigen Messeauftritt hat SAP wieder keine Kosten gescheut. Sie zeigte den Besuchern ein integriertes Szenario aus diversen die Produktion umgebenden Software-Systemen. Dieses Szenario wurde mit Hilfe von SAP ME, SAP MII und SAP Plant Connectivity an SAP ERP angebunden. Darunter waren Maschinensteuerungen, Roboter, CAD-Systeme, Bilderkennungssystem und diverse Sensoren. Die Daten von all diesen Systemen wurden live ausgewertet. Um das Ganze abzurunden, stand der Server nicht in Hannover auf der Messe, sondern in einem Rechenzentrum bei Zürich. Er wurde in einer SAP-Cloud virtualisiert.

Wir waren mit zwei Anwendungsfällen vor Ort. Zum einen mit der Analyse von Produktionsdaten in SAP BO, zum anderen mit der Anbindung einer CAD-Fräse. Da der erste Anwendungsfall schon Routine ist, möchte ich hier den Zweiten näher beschreiben: Industrie 4.0 bedeutet unter anderem die Produktion flexibler zu gestalten. Im Extremfall so flexibel, dass von einem automatisierten Herstellungssystem individuell auf den Kunden zugeschnittene Produkte hergestellt werden. Auf dem diesjährigen Messestand wurde das Szenario insofern erweitert, dass eine bestehende Linie um die Herstellung kundenspezifischer Produkte erweitert wurde. Es sollten für die exemplarisch hergestellten Geräte zum Teil Deckplatten mit den Initialen der Kunden graviert werden. Ein Anwendungsfall, der schon heute nicht unüblich ist.

Deshalb wurden in diesem Jahr bei bestimmten Aufträgen die Initialen des Kunden hinterlegt. In diesem Fall wurde ein CAD-System mit dem erstellten Fertigungsauftrag beschickt. Es war dafür zuständig, ein CNC-Programm für die Fräse zu erstellen, welches die Bewegungsbefehle für die Gravur der Initialen des Kunden enthielt. Gleichzeitig wurde der Auftrag aus SAP ME importiert und ein Produktionsauftrag für die Fräse generiert. An einem von unseren Experten erstellten Werkerdialog konnte der Werker dann für diesen Auftrag sowohl den Produktionsstart melden als auch das CNC-Programm in die Fräse laden. Nachdem das Teil gefräst war (der Fräsvorgang beschränkte sich für den Werker auf das Einlegen des Teils und das Drücken des Startknopfes), konnte er das Produktionsende melden und ein Label drucken. Die produzierte Deckplatte wurde dann zu einer Montagestation weitergeleitet, wo schon das konventionell produzierte Bauteil wartete. Es wurde automatisch aus dem normalen Herstellungsprozess ausgeschleust.

Dieser Anwendungsfall wurde mit Bordmitteln von SAP innerhalb eines Tages umgesetzt. Dank der Flexibilität der SAP-Werkzeuge gab es dabei kaum Probleme. Die einzige Hürde, welche es zu überwinden galt, war die Kommunikation des Servers aus der Cloud mit der Fräse vor Ort. Leider konnte die Fräse nicht virtualisiert werden. Deshalb griffen wir auf SAP Plant Connectivity zurück, welches in der neusten Version auch Dateien kopieren kann.

Fazit: Auch dieses Jahr war die Messe ein großer Erfolg. Es konnten viele Kontakte geknüpft oder erneuert werden und es wurde gezeigt, was mit SAP-Software im Umfeld von Industrie 4.0 möglich ist.

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